Tore als Mauern vor den Blicken der Neugierigen

Am ersten Wochenende im Mai war ich mit meinen Freunden im Gebirge. In Polen ist es üblich, dass man am Maianfang eine Erholungsreise macht, denn es ist die Zeit von zwei wichtigen Festen: der erste Mai als der Tag der Arbeit, der dritte Mai als das Fest von Heiliger Maria, der Königen von Polen. Diese Zeit ist als langes Wochenende bekannt, alle Schulen sowie Arbeitsplätze haben frei, die Geschäfte sind geschlossen und die Erholungsstätten ausgebucht. Dieses Jahr waren wir in den Tatra. Da ich mich besonders viel für Architektur interessiere, bewunderte ich den Baustil von Zakopane. Die alten Häuschen aus dem vergangenen Jahrhundert sind in einem sehr guten Zustand und freuen das Auge, auch die moderne Architektur aber ist nicht schlecht. Diese zwei Gegensätze haben etwas gemeinsam, die Tore. Es ist komisch, aber die Tore und die Zäune hier in den Tatra sind überall die gleichen. Entweder aus Holz oder aus Metall, das Material spielt aber keine Rolle, sondern die Gestaltung. Die Tore sind groß und massiv, man könnte sagen, dass sie keinem einen Einblick auf das Gelände gewähren. Jammerschade, denn die Architektur ist wirklich interessant. Ich kann das aber nachvollziehen, wahrscheinlich haben die Menschen von hier es satt, ständig von den Touristen beobachtet zu werden.